Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an:
per WhatsApp oder per E-Mail!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!

Folgen Sie uns jetzt auf WhatsApp!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Es hat lange gedauert, aber endlich habe ich meine Mutter verstanden

Das Verhältnis zur eigenen Mutter hat es in sich. Und es unterliegt im Laufe des Lebens vielen Veränderungen. Nicht nur in der Pubertät oder wenn man selbst Mutter wird, sondern auch mit wachsender Lebens- und Beziehungserfahrung. beziehungsweise-Autorin Kirsten Schwieger über ein oftmals schwieriges Verhältnis

Oft versteht man erst als Erwachsener die vielen mütterlichen Ratschläge zu Partner- und Lebenswahl. Und warum man diese zu Teilen doch verinnerlicht hat, obwohl man sie seinerzeit nicht selten trotzig missachtet hat. Weil man irgendwann Verständnis für die Gefühle der Mutter und für ihre Lebensentscheidungen entwickelt hat.

„Warum sagt meine Mutter das? Warum tut sie (mir) das (an)?“ Welche Tochter hat sich das nicht schon oft gefragt? Mindestens dann, wenn die mütterlichen Worte, Entscheidungen oder Handlungen sie in tiefe Verzweiflung gestürzt haben. Ich zumindest habe früher oft nicht verstanden, warum meine Mutter so war, wie sie war. Und auch erst mit der Zeit wurde mir klar, warum sie ihr Leben so geführt hat. Und alles daran gesetzt hat, dass meines ebenfalls nach ihren Vorstellungen verlief.

Schwere Prüfung erste Liebe

Als ich Teenie war, hatte sie mir meine erste Liebe schlecht machen wollen. Weil er angeblich nie gegrüßt hat, wenn er unser Haus betrat. In Wahrheit mochte sie ihn nicht, weil er aus einer Arbeiterfamilie stammte und nicht vorhatte, Abitur zu machen. Weil sie insgeheim fürchtete, dass er mir kein gutes Leben bieten konnte. Auf die Idee, dass ich mir das vielleicht selbst bieten konnte, ist sie gar nicht gekommen. Weil sie selber von einem Mann finanziell abhängig war. Über den sie auch nicht immer gut geredet hat.

Zu all ihrem Unglück war meine erste Liebe auch noch passionierter Motorradfahrer, der mich aber verlässlich jeden Abend zur vorgegebenen Zeit sicher zu Hause abgeliefert hat. Schon von der Straße aus konnte ich sie sehen, wie sie am Fenster auf mich gewartet hat. Damals fand ich das richtig scheiße, übergriffig und spießig zugleich. Grund genug, meinen Abschiedskuss so lange wie möglich zu zelebrieren.

Seite 1 2 3
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Kirsten Schwieger

Kirsten Schwieger ist freiberufliche Journalistin und findet, dass auch Mutterliebe die Hormone ganz schön zum Tanzen bringt.