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Von meiner „Benjamin Button-Beziehung“

Wir hatten einen riesen Streit, weil du mal wieder keinen Finger gerührt hast, um den Umzug vorzubereiten. Und plötzlich sagtest du mir, dass du nicht mit in diese Wohnung einziehen willst. Es käme dir vor, als müsstest du alles aufgeben und falls wir uns einmal trennen sollten, würdest du auf der Straße sitzen, weil es ja meine Wohnung wäre und nicht mehr deine. Ich war wie im Schockzustand. Nach fast 3 Jahren Beziehung, in denen wir fast genauso lange zusammengewohnt haben, willst du plötzlich nicht mehr mit mir zusammenwohnen? Und das nicht, weil du mich angeblich nicht mehr liebst, sondern weil es formal meine Wohnung ist? So viele Fragen waren in meinem Kopf. Wäre es so weit gekommen, wenn wir nicht hätten umziehen wollen? Ist deine Liebe etwa an einen Mietvertrag gekoppelt? Warum glaubst du überhaupt, dass wir uns jemals trennen würden, wenn wir doch so glücklich waren? Bist du dir sicher, dass du mich noch liebst?

Zurück zum Dating

Obwohl jede Faser in mir schrie, ich sollte mich nicht darauf einlassen, einigten wir uns vorerst darauf, dass ich alleine in unsere neue Wohnung ziehen würde. Ich war naiv genug um zu glauben, dass du später deinen Fehler einsiehst und wir dann doch gemeinsam dort wohnen würden. Wir trafen uns weiterhin. Du warst aber zunehmend kühl und distanziert. Ich hatte das Gefühl, wir entwickelten uns zurück. Wir starteten von null auf hundert in unser Liebesglück, hatten fantastische gemeinsame Jahre und landeten quasi dort, wo Paare normalerweise zu Beginn ihrer Beziehung stehen. In zwei getrennten Wohnungen mit wöchentlichen „Dates“, bei denen die peinliche Stille häufiger Begleiter war. Ich wusste nicht recht, was für eine Art Beziehung wir da führten. Es war mehr als eine F+, aber weniger als eine Beziehung. Wir hingen in einer undefinierten Beziehung fest, die meine Freunde gerne als B – bezeichneten. Das Ganze haben wir über ein halbes Jahr so weitergetrieben.

Schließlich tat ich das Einzige, was mir vernünftig erschien. Ich zog nach über 3 ½ Jahren einen Schlussstrich unter unsere „B -“. Du warst nicht einmal sonderlich berührt, als ich dir verkündete, dass ich nicht länger mit dir Zeit verbringen möchte. Das Gefühl, dass wir ein Paar sind, hatte ich schon längst nicht mehr. Du hast es ohne ein Wort hingenommen. Ich hatte den Eindruck, du wärst sogar erleichtert, dass es aus ist. Ich glaube noch immer nicht, dass der Umzug der Grund für deine Distanz war. Die Wahrheit kennst nur du. Mittlerweile bin ich mir nur bei einer Sache sicher: Dass du einfach nicht den Mut aufgebracht hast, der Beziehung mit mir ein Ende zu setzen. Stattdessen hast du die Beziehung degradiert.

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Über den Autor/die Autorin

Leserbeitrag

beziehungsweise-Leser erzählen in ihren eigenen Worten authentisch, emotional und inspirierend wahre Liebesgeschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!