Vom Warten auf die Rettung durch die wahre Liebe

Liebe wie in Hollywood-Filmen? Vergesst es! Unsere anonyme beziehungsweise-Leserin glaubt nicht an Romantik-Komödien. Aber immer noch an die große Liebe. Denn die hat sie tatsächlich gefunden.

Wer sich als junges Mädchen zum ersten Mal mit dem Thema Liebe beschäftigt, erhält die meisten Eindrücke aus einschlägigen Romantik-Komödien, die wir alle zur Genüge kennen: Frau, die eigentlich genug von den Männern hat, begegnet plötzlich Mr. Right, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Die mürrische Sechzehnjährige eifert dem Schulquarterback nach, bis sie bemerkt, dass sie die wahre Liebe in Form ihres nicht ganz so sportlichen besten Freundes bereits gefunden hat. Ein freundlicher, gutaussehender Mann ist gefangen in einer unglücklichen Beziehung mit einer herrschsüchtigen, oberflächlichen Frau, als er die freundliche Hauptfigur kennenlernt, in die er sich verliebt.

Wann rettet endlich jemand mich?

Und wie sehr haben wir uns gewünscht, auch endlich errettet zu werden, von unserer wahren Liebe? Doch das reale Leben spielt da nicht mit und wir beginnen zu merken, dass eben nicht alles wie in Hollywood läuft. Wir haben keinen besten Freund, der Quarterback datet lieber die heiße Cheerleaderin und unser gutaussehender Kollege steht immer noch auf seine herrschsüchtige Ehefrau. Also sagen wir uns: die Liebe ist eben nicht so, wie sie in Hollywood dargestellt wird.

Eine Beziehung zu führen, bedeutet daran zu arbeiten!

Wir schrauben unsere Erwartungen herunter und beginnen zu verstehen, dass eine Beziehung zu führen bedeutet, Kompromisse einzugehen und an uns zu arbeiten. Es ist eben nicht alles rosarot und läuft einfach wie von selbst. Und wenn wir nach einem Streit am Bahnhof stehen, hofft zwar ein winzig kleiner Teil in uns noch immer, dass er gleich auf dramatische Weise mit Blumen in der Hand angerannt kommt und uns sagt, dass alles nicht so gemeint war und wir uns freudestrahlend vertragen. Doch eigentlich wissen wir, dass das nicht passieren wird. Wir werden in den Zug steigen, zwei Tage bei unserer Freundin in Berlin verbringen, wobei wir uns tierisch über ihn aufregen, nur um uns am Ende einzugestehen, dass auch wir Fehler gemacht haben und uns wieder mit ihm vertragen.

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