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Sara und Marco: digitale Nomaden

Mit dem Notebook an den schönsten Orten der Welt arbeiten. Selbstbestimmt. Frei. Sara und Marco sind überall zuhause und haben ihr Büro auch mal am Strand. Eine besondere Liebesgeschichte

Wir sind Sara und Marco, beide 25 Jahre jung und kommen aus der schönen Fuggerstadt Augsburg. Seit mittlerweile 3 Jahren sind wir ein wirklich unzertrennliches und ziemlich verrücktes Paar. Kennengelernt haben wir uns an einem echt seltsamen Ort. Und zwar in einem Bus. Aber nein, nicht irgendein Linien-Bus, sondern ein Bus voller Fußballfans. Wir waren nämlich beide auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel unseres Vereins FC Augsburg.

Wir hatten allerdings keine gute Anfangszeit. Sara beendete das Ganze relativ schnell nach einem Monat wieder, da sie von ihrer früheren Beziehung immer noch sehr angeschlagen war und tiefe Wunden mit sich trug. Irgendwie wusste ich aber damals schon, dass es das nicht gewesen sein kann. Mein Inneres liess sie nicht los, und ich kämpfte und kämpfte und kämpfte … Im Endeffekt war es ein vier Seiten langer Brief, in dem ich mir alles von der Seele redete, der ihr gezeigt hat, dass sie nur zusammen mit mir ihre Wunden schließen kann.

Jetzt, fast 3 Jahre später, ist unsere Beziehung so besonders und intensiv geworden, wie eigentlich keine andere die wir kennen. Das mag vielleicht seltsam klingen, aber egal wo wir gerade sind und wo wir Leute kennen, wir bekommen immer wieder folgenden Satz zu hören: „So ein Paar wie euch habe ich noch nie gesehen!“ Wir müssen aber dazu sagen, das hier sehr viel Arbeit und Kampf dahinter steckt.

Und weil das nicht reicht, wagen wir jetzt auch noch den wohl größten und mutigsten Schritt unseres Lebens. Am 29. Januar 2016 werden wir Deutschland auf unbestimmte Zeit den Rücken kehren und unseren größten Traum erfüllen: Wir werden ein Leben als digitale Nomaden führen und in die Welt hinausziehen. Falls Ihnen der Begriff nichts sagt, hier eine kurze Zusammenfassung: Digitale Nomaden arbeiten ortsunabhängig und verdienen ihr Geld hauptsächlich über das Internet. Die zwei wichtigsten Arbeitsmittel sind also ein Laptop und eine relativ stabile Internetverbindung. Völlig unwichtig ist dagegen der Ort: ob in einem Strandcafé auf Bali, auf der Dachterrasse eines Wolkenkratzers in Bangkok oder in einem speziellen Co-Working Space (Arbeitsräume für digitale Nomaden) auf Teneriffa.

Jeder hat die Kraft dieses Leben frei und schön zu machen

Warum wir das machen? Ganz einfach: Unsere größte gemeinsame Leidenschaft ist das Reisen. Wir würden am liebsten jeden Tag neue Kulturen und Länder kennenlernen. Neue Eindrücke sammeln und jede einzelne Ecke unseres schönen Planeten entdecken. Außerdem sind wir es mehr als leid, uns jeden Tag in unseren ungeliebten 40-Stunden-Job zu quälen. Wir wollen ein Leben in Freiheit. Unser Geld mit etwas verdienen, das wir voller Überzeugung machen. Die Zügel endlich selbst in die Hand nehmen und unser Leben bestimmen! Passend dazu haben wir vor kurzem unseren Blog Love and Compass ins Leben gerufen. Hier bekommen Sie jede Menge nützliche Informationen und Berichte über das Reisen zu zweit, den Weg zu einer erfüllten Partnerschaft und dem unendlichen Lifestyle: Leben, arbeiten und glücklich sein, egal an welchem Ort der Welt! Schauen Sie doch mal vorbei. Wir würden Sie gerne inspirieren! Sie finden uns auch bei Instagram.

Unser Motto:  Jeder hat die Kraft dieses Leben frei und schön zu machen. Dieses Leben in ein wunderbares Abenteuer zu verwandeln.

Da so ein kompletter Lebenswandel natürlich nicht leicht ist und auch nicht von heute auf morgen funktioniert, wird unsere Beziehung in den letzten Wochen immer öfters auf die Probe gestellt. Wenn wir abends nach unserem normalen Job nach Hause kommen, wird noch für ca. fünf Stunden der Laptop angeschaltet. Am Wochenende läuft er sowieso den ganzen Tag.

Wir versuchen jede freie Minute in unsere Zukunft zu investieren. Eine wirkliche Verschnaufpause gibt es aktuell nicht und das schlägt sich auf unsere Beziehung nieder. Durch die Doppelbelastung sind wir manchmal extrem gereizt. Je näher der Tag der Abreise kommt, umso schlimmer wird außerdem der tägliche Gang in den Käfig als Arbeitnehmer. Obwohl wir sonst eigentlich nie streiten, geschweige denn wirklich diskutieren, endet es in letzter Zeit immer öfter in sinnlosen Diskussionen. Dinge, über die wir uns vorher niemals aufgeregt hätten, bringen uns zur Zeit zur Weißglut.

Manchmal sind wir extrem gereizt

Aber wir lösen solche Problemchen meist relativ zügig. Nach fünf Minuten des Schweigens entschuldigt sich einer von beiden oder wir schauen uns gegenseitig in die Augen und fangen an zu lachen. Außerdem haben wir damit angefangen über die Laune des jeweiligen Tages zu sprechen. Das beugt einem möglichen Streit schnell vor, da man direkt weiß wie man sich heute verhalten sollte.

Sara und Marco in Bangkok

Sara und Marco über den Dächern von Bangkok

Ein weiterer Knackpunkt ist beziehungsweise war das Thema Eltern. War es bei Saras Mama relativ kurz und schmerzlos, war es bei meinen Eltern genau das Gegenteil. Als Einzelkind hat man es bei so etwas wirklich extrem schwer. Man ist ja der einzige Nachfahre und natürlich auch der absolute Liebling der Eltern. Sein eigenes Kind für längere Zeit nicht sehen zu können, ist deshalb wie ein Schlag ins Gesicht.

Wir möchten Ihnen hier gleich einen Tipp an die Hand geben. Sollten Sie selbst mal Ihren Eltern mitteilen müssen, dass das nächste Wiedersehen wohl etwas länger dauern wird, vermeiden Sie auf jeden Fall folgenden Satz: „Wir kommen so schnell nicht wieder zurück.“ Wir haben genau diesen Fehler bei meinen Eltern gemacht und es hat ihnen das Herz gebrochen. Sie so aufgelöst zu sehen, war einfach nur schrecklich für uns.

Hätten wir uns vorher etwas mehr Gedanken darüber gemacht, wie wir unsere Entscheidung mitteilen, wäre es wohl nicht so schlimm geendet. „Nicht zurückkommen“ ist aus psychologischer Sicht nämlich extrem schlecht formuliert, da man es immer mit einer Trennung auf Ewig verbindet. Deutlich besser wäre wohl gewesen: „Wir bleiben etwas länger weg. Werden aber jedes Jahr wieder zu Besuch kommen.“ Mittlerweile haben es aber auch meine Eltern besser verdaut und unterstützen uns natürlich so gut es geht. Sie wissen einfach, dass es uns glücklich machen wird, weil es unser absoluter Traum ist.

Zum Schluss möchten wir uns noch ganz herzlich beim Team hinter beziehungsweise.de bedanken. Uns hat es ziemlich aus den Latschen gehauen, als die Anfrage für diesen Artikel in unser E-Mail Postfach geflattert ist. Da haben wir uns natürlich nicht zwei mal bitte lassen! Wir würden uns natürlich riesig freuen, wenn wir hier in Zukunft noch öfter zu Wort kommen dürfen.

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Über den Autor/die Autorin

Sara und Marco

Sara und Marco sind Weltenbummler und angehende digitale Nomaden. Ihr Zuhause ist meistens dort wo es warm ist und man das Meer rauschen hört. Auf ihrem Blog geht es um das Reisen zu zweit, den Weg zu einer erfüllten Partnerschaft sowie dem unendlichen Lifestyle: Leben, arbeiten und glücklich sein, egal an welchem Ort der Welt.