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Ist das die Liebe, die ich verdient habe?

Ich sitze am Küchentisch meiner besten Freundin und starre aus dem Fenster. Es kommt mir alles noch so unreal vor. Und falsch. Ich fühle mich krank und elend. Wie konnte es nur soweit kommen?

Vor einem Jahr habe ich meinen Freund kennengelernt. Ex-Freund. Das Wort spucke ich aus wie eine bittere Cranberry. Als ich ihn sah, bin ich ihm sofort verfallen – head over heals, das ganze Programm. Er kam rein und die ganze Kneipe starrte ihn ehrfürchtig an. Seine Erscheinung übersah niemand. Mich faszinierte diese selbstsichere Art, sein starker Charakter. Er wusste, was er wollte. Mich. Und ich stand da mit weichen Knien und nickte.

Ein Mann mit Charisma, kein kleiner Junge

Wir sind schnell zusammengezogen. Viel zu schnell, sagen meine Freunde. War mir egal, was die sagten. Ich hatte den tollsten Typen der Welt und die anderen waren nur neidisch. Meine Welt drehte sich nur um ihn. Dabei merkte ich nicht, dass irgendwas nicht stimmte. Gut, er dominierte unsere Beziehung. Aber genau das imponierte mir ja gerade. Er war ein gestandener Mann, der keine Kompromisse akzeptierte. Kein kleiner Junge, dem man alles erklären musste.

Deshalb störte es mich auch nicht, dass ich nie meine Freunde treffen durfte, weil er sie nicht leiden konnte. Sein starker Charakter kam nicht bei allen gut an. Aber ich fand es toll, dass er seinen eigenen Kopf hatte. Mich störte genauso wenig, dass ich nicht mehr zum Sport ging, weil er nicht wollte, dass mich die notgeilen Typen angaffen. Im Gegenteil: Ich war stolz, die eine Auserwählte zu sein, die ihm gehörte. Schon die Art, wie er mich an sich heranzieht– so bestimmt und stark –, mag auf Außenstehende besitzergreifend wirken. Aber ich wollte sein Besitz sein. Ich wollte der kostbare Schatz sein, der ihm gehörte.

Nur, dass er mich wohl kaum als kostbaren Schatz sah. Doch das wurde mir erst später klar. Beziehungsweise weiß ich nicht einmal, ob es mir bis heute wirklich klar ist.

Meine Welt war in Ordnung

Irgendwann klingelte meine beste Freundin bei mir. Ich begrüßte sie mit den Worten, dass es gerade super passte, weil mein Freund nicht da war. Im Nachhinein betrachtet ist das total idiotisch: Ich machte von ihm abhängig, ob ich mich über den Besuch meiner besten Freundin freute oder nicht. Was hätte ich getan, wäre er da gewesen? Sie nach Hause geschickt? Vielleicht. Ich kann es nicht einmal abstreiten.

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Mieth

Christiane Mieth liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.