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Die Krankheit hat dich verändert

Diagnose Borderline-Störung: unser anonymer beziehungsweise-Leser hat für seine Partnerin alles gegeben, aber ihre Krankheit war am Ende stärker als die Liebe

Fast drei Jahre ist es her. Da lernten wir uns kennen und lieben. Es war ein kalter Winterabend in einer Kölner Bar. Eigentlich hattest du eine Pechsträhne was Männer anging, aber du hast dich bei mir ein letztes Mal erneut aufgerafft und gabst dir selbst eine Chance. Schnell zogen wir zusammen, da du zuhause raus wolltest und selbstständig sowie unabhängig werden wolltest.

Es war eine wundervolle Zeit, wir renovierten, lachten und alberten viel herum. Wir beide waren glücklich. Du hast dir ein Leben lang einen Hund gewünscht und auch den Wunsch habe ich dir in kürzester Zeit erfüllt. Wenn der Urlaub anstand, sind wir an die Orte gefahren, du du ausgesucht hast und an denen du dich frei fühlen konntest.

Du wolltest mehr und immer mehr

Obwohl ich mich in einer Ausbildung befand und du nicht arbeiten gingst, habe ich unser Leben finanziert. Aus Liebe zu dir, seit dem ersten Tag, damit es dir gut geht und du glücklich bist. Aber du wolltest mehr und immer mehr und wurdest mit der Zeit teilweise sehr unausgeglichen.

Selten hast du mit mir über deine schwierige Vergangenheit offen gesprochen. Auch auf Nachfrage, da ich ja wissen wollte, welchen Menschen ich vor mir habe, hast du meistens das Gespräch sehr schnell abgebrochen. Probleme hast du in dich hineingefressen und wenn Familientreffen kamen, hast du Streit gesucht, auch wenn es keinen wirklichen Auslöser gab.

Du hast mich immer wieder für all deine Probleme schuldig gemacht und du wurdest nach und nach krank. Schließlich kam die Diagnose ‚Morbus Crohn‘. Und wieder stand ich dir mit all meiner Kraft zur Seite und habe versucht, dass du glücklich bist. Habe dich im Alltag unterstützt und dir jegliche Arbeiten und Verpflichtungen abgenommen so gut es ging.

Mein Körper war von blauen Flecken übersät

Du bekamst immer häufiger Wutausbrüche und Aggressionen, die auch körperlich gegen mich gerichtet waren. Mein Körper war von blauen Flecken übersät und ich habe mich mit Absicht nicht gewehrt, da ich spüren wollte, wie sich die in dir angestaute Wut anfühlen muss. An dem einen Tag wolltest du die Trennung und am nächsten Tag hast du deine Hochzeit mit mir geplant und wie wir unser Haus einmal einrichten wollen. Das ging sehr lange im Wechsel, so dass auch ich irgendwann überfordert war und nicht wusste, was ich letztlich glauben kann.

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Über den Autor/die Autorin

Leserbeitrag

beziehungsweise-Leser erzählen in ihren eigenen Worten authentisch, emotional und inspirierend wahre Liebesgeschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!