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Aber ich habe es dir doch gesagt … Die Entschuldigung für alles

Ich habe mich endlich wieder öffnen können

Mit offenen Augen ins Desaster? Warum die Hoffnung manchmal stärker ist als die eigene warnende Stimme. Unsere anonyme Autorin wusste, worauf sie sie einließ – und wurde doch verletzt

Dating-Apps … Ich habe sie alle durch. Auch die Typen. Den, der dich gleich heiraten will. Den, der gar nicht erst kommt. Den, der von heute auf morgen nicht mehr antwortet. Den, der ’ne feste Beziehung sucht und am Ende doch nur Sex will. Die Lust an dem Spiel ist mir vergangen.

Wir haben nett geschrieben. Über Filme und Serien. Dein Foto hat mir nicht gerade meinen Traummann versprochen. Aber hey, ’nen neuen Kumpel hätte ich auch einfach gut gebrauchen können. Also habe ich mich mit dir verabredet. Bei dir zu Hause. Gegen meine Prinzipien. Nur zum Fernsehschauen. Ich bin völlig entspannt. Erwarte ich doch nichts. Enttäuscht wurde ich genug.

Du machst mir die Tür auf. Und da steht er: Mein Traummann. Und sie sind wieder da: die Nervosität, die Angst, die alten Erinnerungen, die Hoffnung. Du strahlst mich schüchtern an. Das gefällt mir. Wir reden. Lachen. Suchen einen Film aus. Du wirkst wie der nette Junge von nebenan. Du rutschst immer näher an mich ran. Dein Blick durchbohrt mich. Ich bin nervös. So war das nicht geplant.

Deine Hand rutscht auf meine Schulter. Wie in einem schlechten Film. Da hätte ich schon schalten sollen. Aber du gefällst mir. Deine Nähe gefällt mir. Ich erkläre dir, dass ich nicht so eine bin. Dass ich wirklich nur zum Fernsehen gekommen bin. Du fragst mich, ob das nicht ein allgemeiner Code ist. Und lachst. Schüchtern. Das Spiel spielen wir eine Weile. Ich will das nicht. Und will es doch. Sehr! Du küsst mich. Und es fühlt sich gut an. So gut! Wir haben Sex. Gleich auf der Couch. Und es hat sich noch nie so richtig angefühlt! Wir verbringen einen lustigen Abend. Reden viel.

Mir fällt es schwer, mich zu öffnen. Zu viel habe ich erlebt. Die Mauer fest gebaut. Gefühle zeigen heißt schwach sein. Ich gebe mich cool. Ich bin es nicht. Wir verabreden uns wieder. Spielen das gleiche Spiel. Und wieder fühlt es sich einfach zu gut an. Deine Nachricht darauf ist: „Wir können das gerne weiter machen. Aber über die Fernsehabende hinaus besteht kein Interesse.“ Es tut dir leid, dass ich darin mehr sehe.

Ich beende das Ganze. Versuche, mich selbst zu schützen. Aber wir sehen uns wieder. Ich sage, dass ich cool bin damit. Habe die Hoffnung, wenn du mich erst wirklich kennen lernst, dann änderst du deine Meinung. Ich brauche Zeit und Vertrauen, um ich selbst zu sein. Zu stark sind die vertrauten Ängste. Und wer kann schon nach zwei Treffen 100% sagen, dass da nie mehr sein wird. Wenn doch schon etwas da ist.

Wir treffen uns jede Woche. Haben Sex, schauen Filme, reden über uns. Du über dich, ich ein wenig über mich. Vertrauter werden wir. Es fühlt sich richtig an. Das Blatt scheint sich zu wenden. Ich fange an zu vertrauen. Seit Langem fühlt sich endlich wieder etwas gut an. Ich rede es mir jedenfalls ein. Ich frage dich, ob du das noch mit anderen hast. Du lachst und sagst: Nein, keine Sorge, im Moment ist da nichts. Im Moment …

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Über den Autor/die Autorin

Leserbeitrag

beziehungsweise-Leser erzählen in ihren eigenen Worten authentisch, emotional und inspirierend wahre Liebesgeschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!