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„Du heißt auch Jan? Zufälle gibt’s!“

Zwei Menschen, ein Vorname. Eigentlich ganz normal. Aber was, wenn die beiden eine Beziehung führen? Gastautor Jan Voß über die Tücken des Alltags

„Und was macht ihr, wenn ihr heiratet?“, ist eine der ersten Fragen. Immer. Ich versteh die Frage nicht. Dann heiraten wir halt. Und heißen gleich – oder eben nicht. Denn die Fragerunde geht meist weiter: „Wie würde dann die Post bei euch ankommen?“ Bei dieser Frage will ich immer „im Briefumschlag!“ antworten, habe dann nur meist Angst, dass das zu frech wirken könnte. Man will ja sympathisch wirken.

Aber tatsächlich wäre es doof, wenn man sich jemandem als Ehepaar vorstellt: „Hallo, ich bin Jan Voß“ – „Ich übrigens auch“. Nein, das geht nicht. So ähnlich stellen wir uns ja jetzt schon häufiger vor. Meistens verstehen die Leute das aber gar nicht auf Anhieb. Finden es nur lustig, dass sich zwei Jans hintereinander vorstellen. Erst nach ein/zwei Stunden oder nach einem Kuss kommen die, die nicht verstanden haben, dass wir ein Paar sind, dann aufgeschreckt zu uns und fragen „Ach, ihr seid zusammen?“ Ja, sind wir.

Zwei Jans in einem Paar. Verrückt.

Plötzlich führt man das Begrüßungsgespräch nochmals.

Einmal waren wir auf einer Privatparty da hat uns einer tatsächlich jedes Mal, wenn wir uns über den Weg liefen, mit „Hallo Janundjan“ begrüßt. Aber es kommt noch besser: Er stellte uns auch wildfremden Menschen vor, die er extra zu uns schleifte. „Ist ja witzig, ihr heißt beide Jan! Und wie ist das so?“. Standardsatz, immer und von jedem. Ja, tun wir. Ist ganz normal. Naja, fast.

Ich nenne meinen Freund allerdings ungern beim Namen, wenn ich mit ihm rede. Es sei denn, ich bin sauer oder genervt. Es fühlt sich sonst immer wie ein Selbstgespräch an. Jan geht’s da ganz ähnlich. Er findet das auch komisch.

Kosenamen stehen wir beide eher kritisch bis ablehnend gegenüber. Somit sprechen wir uns entweder nur mit „Du“ an, oder wir kommen direkt zum Punkt. Ohne Anrede.

Inzwischen sind wir „die Jans“.

Ein gleicher Name führt natürlich zu Verwirrungen. Wer ist gemeint, wenn jemand „Jan“ sagt? Die goldene Regel hierfür: Es fragt immer zuerst der Falsche, welcher nun gemeint sei, damit nach „dem anderen Jan“ verlangt werden kann.

Praktisch ist das allerdings schon. Denn wenn wir zu spät kommen, kann ich immer sagen, dass Jan der Schuldige sei. Ist ja nicht gelogen. Spreche halt nur von mir in der dritten Person. Und schwupps, bin ich raus aus der Nummer.

Wer jetzt aber denkt „Ey, mal ganz ehrlich, wie häufig kommt das denn vor, dass man den gleichen Namen hat?“, dem sei gesagt, dass ich auch nie damit rechnete, dass ich mal mit einem Jan zusammen bin. Tatsächlich habe ich aber auch Christopher-Pärchen in meinem Bekanntenkreis. Scheint also häufiger vorzukommen.

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Über den Autor/die Autorin

Jan Voss

Jan Voß kümmert sich als Screen Designer liebevoll um das Erscheinungsbild von beziehungsweise. Trotzdem hat er auch ein Herz fürs Schreiben. Sowohl hier, als auch auf seinem privaten Blog wwoos.de, schreibt er fleißig Artikel über dies und das. Für den richtigen Ausgleich sorgt Geocaching - eine Art moderne Schatzsuche.